| Freiwillige Feuerwehr Eugendorf |

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Ortsfeuerwehrkommandant |
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HBI Martin Winklhofer |
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Wiener Straße 32 - 5301 Eugendorf |
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Tel.: 06225 / 8618 |
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Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr (1922/1923) |
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Die ursprüngliche Brandbekämpfung am Lande ist bekannt. Bei vielen Bauernhöfen gab es kleine Weiher oder Teiche, in denen sich nicht nur Enten tummelten, sondern die auch als Wasserreservoir dienten. Man bildete im Brandfall Eimerketten, wobei es den Nachbarn pflichtgemäß aufgetragen war zu helfen. Die ältesten Eimer waren aus Leder. Bei den offenen Herdstellen von einst gab es oft Kleinbrände, die man ja auf solche Weise meist zu löschen vermochte. Großbränden stand man machtlos gegenüber.
Die ersten Feuermelder am Land waren die Feuerschützen; außerdem wurde mit den Kirchenglocken geläutet ("angeschlagen"). In den Märkten und Städten oblag es besonders den Nachtwächtern, bei Feuerausbruch Alarm zu schlagen. Nach den Feuerschutz-Verordnungen für die Stadt Salzburg unter Matthäus Lang (1524) und Markus Sittikus (1619) gab dann Paris Lodron im Jahre 1648 auch eine solche Verordnung für "offene Flecken und Dörfer" heraus.
Einige Bestimmungen dieser Ordnung lauteten: "Die Kamine müssen 2mal jährlich gekehrt werden; Wasserbottiche sind bereit zu stellen; Arbeiten bei offenem Licht sind verboten; in regelmäßigen Abständen ist Feuerbeschau durchzuführen; geeignete "Rettungswerkzeuge" sind anzuschaffen." Durchführung dieser Bestimmungen wurde dem Pfleggerichten aufgetragen. Nach der Gründung der Landgemeinden (1850) wurde diesen das Feuerwehrwesen anvertraut. Vom Gemeindevorsteher wurden geeignete Leute zur Leitung der Spritze, zur Schlauchführung und zum Besteigen der Gebäude verpflichtet. Auch für hinreichendes Löschwasser hatte die Gemeindevorstehung zu sorgen; in jedem Dorf musste mindestens ein ausgiebiger öffentlicher Brunnen vorhanden sein.
Die Turnvereine waren es, die dann um die Mitte des vorigen Jahrhunderts die Idee eines freiwilligen Feuerwesens aufgriffen. Vielerorts wurden "Turn- und Feuerwehrvereine" gegründet; 1880 wurde eine Feuerpolizei- und Feuerwehrordnung für das Herzogtum Salzburg erlassen. Diese Ordnung galt für Pflichtfeuerwehren und Freiwillige Feuerwehren in gleicher Weise (Feuerbeschau, Vorschriften für die Art der Kamine, das Kehren der Kamine usw.).
Es gab damals schon 30 Freiwillige Feuerwehren im Land Salzburg. Aus der Zeit um 1900 lesen wir von einer Inspektion der Feuerwehr in Eugendorf: Es gab fahrbare und nicht fahrbare "Löschmaschinen"; es wurde festgestellt, dass genug Wasserteiche vorhanden sind. Das Fehlen von Steigleitern wurde bemängelt. Und noch immer war der Feuerschutz Gemeindeangelegenheit.
Relativ spät im Vergleich zu anderen Gründungen von freiwilligen Feuerwehren - erst im Jahre 1922 - wurde auch in Eugendorf eine solche beschlossen. Am 7. 7. 1922 war eine Art Vorbesprechung beim Holznerwirt: Die Gründungsversammlung fand am 27. 10. 1923 statt. Am 6. 11. wurde die Gründung von der Landesleitung bestätigt. Die fahrbaren, mit Handbetrieb zu tätigenden Feuerlöschspritzen wurden von der Gemeinde an den neugegründeten Verein übergeben, mitsamt der ehemaligen kleinen Zeugstätte neben dem Kirchenbrunnen. Der Spritzenmeister war zuständig für die Intakthaltung der Spritzen.
Mit ungewöhnlichem Eifer erklärten sich Männer aus der Gemeinde bereit, der Feuerwehr beizutreten. Es gab einen Brandmeister und einen Stellvertreter, mehrere "Steigführer", mehrere "Spritzenführer", einen Sanitätsführer, einen Zeugwart, einen Chronisten und Hornisten. Auch mehrere "Außenzüge" - die späteren Landlöschzüge - wurden gegründet. Durch Bälle, Unterhaltungsabende, Bestkegeln, Zimmergewehrschießen, Preisradfahren u. ä. versuchte man Geld für die Verbesserung der Ausstattung hereinzubekommen. Gemeinde, Raiffeisenkasse, Zuschüsse des Landes stockten die Budgetsumme auf. Es galt Kleider, Helme, Schläuche usw. anzuschaffen.
Die "Männer der ersten Stunde" waren Rieplbauer Rupert Frauenlob, Krämerbauer Josef Leis, Zimmermeister Johann Plackner, Schriftführer und Oberlehrer Karl Doppler, Sattler Engl und Landarbeiter Hans Kalhamer vom Schmiedhäusl.
Unzulänglichkeiten gab es öfters bei der Bespannung für den Stritzenwagen, da der Pferdeversicherungsverein für eventuelle Schäden durch die Überbeanspruchung der Pferde bei Ausrückungen nicht zahlen wollte.
1929 war der (in den 60er Jahren wieder zugeschüttete) große Feuerlöschteich vor der Friedhofmauer gegenüber der Volksschule ausbetoniert worden. Im Jahre 1934 kamen die ersten Motorspritzen und ein Schnellastwagen (Lenker Holznerwirt Franz Gmachl) zum Einsatz. Am 14.4.1937 war die Weihe der ersten Fahne; als Fahnenpatin fungierte Justine Stefan, Gschirrnwirtin.
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Brandmeister bzw. Feuerwehrkommandanten |
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1923 Rupert Frauenlob, Rieplbauer |
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1925 Josef Leis, Krämerbauer |
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1931 Franz Mösl, Strasserwirt |
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1945 Johann Forsthuber, Gschirrnbinder (er wurde am 1. 7. 45 von der amerikanischen Besatzung einge- setzt, später aber auch einstimmig gewählt) |
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1964 1964 Johann Strasser, Wagnermeister und Karos- seriebauer vom Dorf |
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1974 Johann Knoll, Bauer zu Schwöllern |
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1990 Felix Kühlleitner, Post-Werkmeister, Dorf 30 |
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2005 Martin Winklhofer, selbst. Unternehmer |
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Während des Krieges waren die meisten Feuerwehrmänner eingerückt. Die Feuerwehr wurde damals der "Deutschen Feuerpolizei" angegliedert. Nach dem Krieg scharte sich die Feuerwehr wieder um Johann Forsthuber, der der F. F. Eugendorf 19 Jahre vorstand. Am 18.10.1789 konnte das neue Zeughaus am Ortseingang eingeweiht werden. Die Florianstatue schuf der bekannte Bildhauer Alois Lindner, der damals am Dürnbühel wohnte und später seine Bildhauerwerkstätte auf der Festung Hohensalzburg einrichtete.
Am 10.9.1978 wurde die zweite, die neue Feuerwehrfahne geweiht; als Fahnenpatin stellte sich Frau Maria Greisberger, die Gattin des Alt-Bürgermeisters Hans Greisberger zur Verfügung. Nur durch großes Verständnis und Wohlwollen der jeweiligen Bürgermeister und Gemeindevertretungen konnten die notwendigen technischen Verbesserungen für die Feuerwehr durchgeführt werden.
Aber auch der freiwillige Einsatz der Feuerwehrmänner für die Erhaltung ihrer Gerätschaften und Gebäude selbst ist vorbildlich. Ein Bravourstück dieser Art war die Errichtung der Zeugstätte Kirchberg, die am 18.9.1983 eingeweiht werden konnte. Die Eugendorfer Feuerwehr ist mit dem Geschehen der Zeit mitgewachsen: Längst sind nicht mehr Großbrände von Bauernhöfen das primäre Einsatzziel, sondern technische Unfälle in den Eugendorfer Industrieanlagen und vor allem Verkehrsunfälle auf der Autobahn und auf anderen Straßen innerhalb des Gemeindegebietes werden zum Anlass für Ausrückungen.
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Ausstattung der Feuerwehr Hauptwache |
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Tankwagen |
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Landrover |
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Rüstlöschfahrzeug mit Pumpe |
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Atemschutzausrüstung |
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Katastrophenfahrzeug |
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Bergeschere |
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Einsatzfahrzeug |
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Jüngste Investitionen |
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Im Jahr 1988 wurde das neue Feuerwehrhaus (Hauptwache) errichtet. |
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Löschzug Kirchberg: Neue Zugstätte (1983), Kleinfahrzeug mit Pumpe. |
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Löschzug Neuhofen: Tragkraftspritze, Tanklöschfahrzeug, Kleinlöschfahrzeug. Neue Zeugstätte wurde im Jahr 1990 errichtet. |
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Löschzug Schwaighofen: 1 Löschfahrzeug, Rüstfahrzeug mit Pumpe. Neue Zeugstätte wurde im Jahr 1993 errichtet. |
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Der ehemalige Löschzug Eugenbach wurde 1983 teilweise dem Dorf, teilweise dem Löschzug Kirchberg zugeteilt. |
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Tätigkeitsbericht der Freiwilligen Feuerwehr |
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Die vier Löschzüge, Eugendorf (Hauptwache), Kirchberg, Neuhofen und Schwaighofen mussten im Jahr 2004 wieder sehr oft zu diversen Einsätzen ausrücken und leisteten zusammen insgesamt 9.053 Einsatzstunden:
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16 Brandeinsätze mit insgesamt 403 Einsatz-Stunden, davon 10 Einsätze in Eugendorf und 6 Einsätze in anderen Gemein- den |
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61 Technische Einsätze mit insgesamt 686 Einsatz-Stunden |
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9 Heuwehreinsätze mit Heumessungen mit insgesamt 19 Einsatz-Stunden |
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13 Fehlalarme mit 63 Gesamtstunden |
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14 Bereitschaftsdienste (Sicherheitswache) mit 393 Gesamt- stunden |
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124 Verwaltungsdienste mit 3.460 Gesamtstunden (das sind Verwaltungsarbeiten der Kommandanten, Schriftführer, Kassier, Zeug- u. Maschinenwarte, Fahrmeister, Dienstbe- sprechungen, Feuerbeschau, Baukommissionen etc. |
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Für das Nachrichtenwesen (Überprüfung der örtl. Alarm- ierungseinrichtungen sowie Dienste in Abschnitts- und Bezirks-Nachrichtenzentralen) wurden insgesamt 298 Stunden erbracht. |
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Für die Schulung und Ausbildung wurden insgesamt 3.731 Stunden aufgewendet. |
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Die Gesamtsumme der gefahrenen Kilometer (aller Einsatz- fahrzeuge zusammen) beträgt 6.973 km. |
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Die Betriebszeiten der Pumpen betragen insgesamt 117 Stunden. |
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Mit dem Einsatzleitfahrzeug "Kommando Flachgau", das in der Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Eugendorf abge- stellt ist, wurden im Bezirk Flachgau im Jahr 2004 insgesamt 31 Ausrückungen mit 270 Gesamt-Einsatzstunden durchge- führt. Mit dem Einsatzleitfahrzeug wurden insgesamt 1.049 km gefahren. |
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Der Mannschaftsbestand beträgt per 31.12.2004 insgesamt 248 Mitglieder,davon: 180 aktive Mitglieder, 68 nicht-aktive Mitglieder.
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Der Bürgermeister und die Gemeindevertretung sprechen der Freiwilligen Feuerwehr Eugendorf Dank und Anerkennung aus. |